IT & Sicherheit · Arbeitsplatz

Windows auf Linux umstellen: Linux-Arbeitsplätze im Büro einrichten und Aufgaben mit Skripten automatisieren

Linux-Arbeitsplätze und Skripte können Lizenzkosten sparen, die Lebensdauer Ihrer Hardware verlängern und Ihnen Routinearbeit abnehmen. Wir stellen Büro-Rechner von Windows auf Linux um, richten sie für Ihren Alltag ein und schreiben Skripte, die wiederkehrende Aufgaben automatisch erledigen: Bilder komprimieren, Dateien sortieren, Sicherungen anstoßen und vieles mehr.

Linux-Arbeitsplatz anfragen

Lohnt es sich, im Büro von Windows auf Linux umzustellen?

Kurz gesagt: Für viele Büroarbeitsplätze ja, vor allem wenn dort Browser, E-Mail, Office-Dateien und PDFs den Alltag bestimmen. Linux läuft auch auf Rechnern, die für Windows 11 zu alt sind, und verursacht keine Lizenzkosten für das Betriebssystem. Ob es für Ihr Unternehmen passt, entscheidet vor allem die Frage, ob unverzichtbare Programme unter Linux oder im Browser laufen.

Wir prüfen das vorab und testen Linux vom USB-Stick auf Ihrer Hardware, ohne am bestehenden System etwas zu verändern.

Ältere Rechner weiter nutzen

Linux läuft auch auf Geräten, die Windows 11 offiziell nicht unterstützt, häufig spürbar flüssig.

Keine Lizenzkosten

Betriebssystem und viele Programme sind kostenlos und quelloffen.

Mehr Kontrolle

Keine erzwungenen Funktionen, keine Werbung im System, deutlich weniger Datenübertragung an einen Hersteller.

Weniger Routinearbeit

Skripte erledigen wiederkehrende Aufgaben per Klick oder nach Zeitplan.

Vorteile von Linux im Büro auf einen Blick

Kurz gesagt: Für typische Büroarbeit bietet Linux gegenüber Windows viele Vorteile, von den Kosten bis zur Sicherheit.

Keine Lizenzkosten

Betriebssystem und viele Büroprogramme sind kostenlos, auch für den Einsatz im Unternehmen.

Läuft auf älterer Hardware

Linux braucht weniger Leistung und läuft auch auf Rechnern, die Windows 11 nicht unterstützt.

Updates ohne Zwang

System und Programme werden zentral aktualisiert. Wann neu gestartet wird, entscheiden Sie selbst.

Weniger Angriffsfläche

Klare Rechtevergabe und seltener Ziel verbreiteter Schadsoftware.

Keine Werbung, weniger Datenweitergabe

Kein Konto beim Hersteller nötig, keine Werbung im System.

Lange stabil

Versionen mit langer Unterstützung laufen jahrelang ohne große Umstellungen.

Offen und anpassbar

Quelloffene Software lässt sich prüfen und genau auf den Arbeitsplatz zuschneiden.

Stark bei Automatisierung

Skripte und Zeitpläne sind fest eingebaut. Routinearbeit lässt sich einfach automatisieren.

Windows 10 Supportende: was Unternehmen jetzt wissen sollten

Kurz gesagt: Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Das kostenlose Update-Programm für Privatanwender gilt nicht für Rechner im Unternehmenseinsatz. Für reguläre Windows-10-Installationen im Unternehmen sind verlängerte Sicherheitsupdates über das ESU-Programm grundsätzlich kostenpflichtig. Für bestimmte Microsoft-Cloud- und Virtualisierungsszenarien gelten gesonderte Berechtigungen. Wir prüfen Edition, Lizenz und Einsatz, bevor wir die verfügbaren Übergangslösungen vergleichen.

  • Windows 11: setzt neuere Hardware voraus. Viele funktionierende Büro-Rechner erfüllen die Anforderungen nicht.
  • Neue Hardware: löst das Problem, kostet aber Geld und erzeugt Elektroschrott.
  • Linux: läuft auf der vorhandenen Hardware weiter und erhält regelmäßige Sicherheitsupdates.

Welcher Weg für Ihre Rechner passt, klären wir in der Bestandsaufnahme. Oft ist eine Mischung sinnvoll.

Linux-Migration im Unternehmen: Herstellerunabhängigkeit und digitale Souveränität

Neben Kosten und alter Hardware spielt für viele Organisationen die Unabhängigkeit von einem einzelnen Hersteller eine Rolle. Auch öffentliche Verwaltungen gehen diesen Weg: Das Land Schleswig-Holstein hat angekündigt, seine Arbeitsplätze schrittweise auf Linux und LibreOffice umzustellen.

  • Offene Formate: Dokumente in offenen Standards bleiben auch in vielen Jahren lesbar.
  • Keine Abo-Pflicht: Betriebssystem und Büroprogramme ohne laufende Lizenzverträge.
  • Nachvollziehbar: Quelloffene Software lässt sich prüfen und bei Bedarf anpassen.
  • Schrittweise: Eine Linux-Migration muss nicht alles auf einmal ändern. Man kann mit einzelnen Arbeitsplätzen beginnen.

Checkliste vor dem Umstieg von Windows auf Linux

Diese Fragen klären wir vor jeder Umstellung. Die Antworten zeigen, welche Arbeitsplätze direkt wechseln können, wo zusätzliche Tests nötig sind und wo Windows vorerst weiter gebraucht wird.

Laufen die wichtigsten Programme im Browser?

E-Mail, Buchhaltung, CRM oder Shop-Verwaltung sind oft schon Web-Anwendungen.

Gibt es ein Programm, das zwingend Windows braucht?

Dann planen wir eine Alternative, Wine oder eine virtuelle Maschine ein.

Funktionieren Drucker und Scanner?

Das testen wir mit dem USB-Stick direkt an Ihren Geräten.

Wo liegen die Daten?

Lokal, auf einem Netzlaufwerk oder in der Cloud. Davon hängt die Datenübernahme ab.

Wer arbeitet an welchem Rechner?

Benutzerkonten, Rechte und gewohnte Abläufe je Arbeitsplatz.

Wie viel Einweisung braucht das Team?

Meist genügt eine kurze Einführung und ein Ansprechpartner für die ersten Wochen.

Linux-Migration schrittweise testen: mit einem alten Rechner beginnen

Kurz gesagt: Wir fangen mit einem Rechner an, der ohnehin ausgemustert würde. So machen wir es auch selbst.

Fast jedes Büro hat einen älteren Windows-Rechner, der Windows 11 offiziell nicht mehr bekommt. Genau diesen stellen wir zuerst auf Linux um. Die Daten darauf sichern wir vorher. Danach arbeitet ein Mitarbeiter im Alltag damit: Dokumente, E-Mail, Browser, Drucker und die wichtigsten Programme.

  • Läuft es gut: Weitere Arbeitsplätze folgen, auf Wunsch auch neuere Rechner.
  • Passt es nicht: Dann stoppen wir die weitere Umstellung. Vor der Installation halten wir fest, welche Daten gesichert werden und dass der Testrechner dauerhaft auf Linux umgewidmet wird. Eingesetzt wird nur ein Rechner, der ohnehin ausgemustert worden wäre. Die übrigen Arbeitsplätze laufen während des Pilotversuchs weiter.
  • Kein Eingriff in den Rest: Die übrigen Arbeitsplätze laufen während des Tests unverändert weiter.

In der Praxis zeigt sich schnell, dass der alte Rechner mit Linux oft flüssiger läuft als vorher. Umfang und Zeitplan für weitere Arbeitsplätze stehen danach im Angebot.

Linux für Unternehmen: welche Distribution passt ins Büro?

Für Umsteiger von Windows eignen sich vor allem Distributionen mit vertrauter Bedienung und langer Unterstützung. Wir wählen nach Einsatz und Hardware aus.

Distribution Stärke Passt für
Linux Mint Bedienung ähnlich wie Windows Umsteiger, klassische Büroarbeitsplätze
Ubuntu weit verbreitet, Versionen mit langer Unterstützung Büro und Entwicklung, gute Hardwareunterstützung
Debian sehr stabil und zurückhaltend bei Änderungen Arbeitsplätze und Server, die lange unverändert laufen sollen
Fedora aktuelle Software neuere Hardware, technisch interessierte Nutzer

Linux-Arbeitsplätze einrichten: was dazugehört

  • Passende Distribution: etwa Linux Mint, Ubuntu, Debian oder Fedora, je nach Einsatz.
  • Büroprogramme: Textverarbeitung, Tabellen, E-Mail, Browser und PDF-Werkzeuge.
  • Verschlüsselung: Die Festplatte wird verschlüsselt, damit Daten bei Verlust oder Diebstahl eines ausgeschalteten Geräts geschützt sind.
  • Automatische Updates: Sicherheitsupdates werden regelmäßig eingespielt.
  • Datenübernahme: Dokumente, Lesezeichen und E-Mails vom alten System übertragen.
  • Netzlaufwerke und Benutzerrechte: Gemeinsame Ordner im Büronetz einbinden und prüfen, welche Beschäftigten darauf zugreifen dürfen. Bestehende Anmeldungen und Berechtigungen berücksichtigen wir bei der Planung.
  • Mehrere Monitore, Drucker, Netzwerk: vorher geprüft, damit der Alltag reibungslos läuft.

Office unter Linux: Word, Excel und PDFs im Alltag

Die Desktop-Version von Microsoft Office läuft nicht direkt unter Linux. Freie Programme wie LibreOffice oder ONLYOFFICE öffnen und speichern Word- und Excel-Dateien, und die Web-Versionen von Microsoft 365 laufen im Browser.

  • Einfache Dokumente: Briefe, Angebote und Tabellen funktionieren in der Regel problemlos.
  • Komplexe Vorlagen: Makros, aufwendige Formatierungen oder Serienbriefe testen wir vorab mit Ihren echten Dateien.
  • PDF: Lesen, Ausfüllen, Zusammenführen und Unterschreiben ist mit freien Werkzeugen möglich.

Windows-Programme unter Linux: welche Wege es gibt

Kurz gesagt: Für viele Windows-Programme gibt es Alternativen oder Web-Versionen. Wo ein Programm unverzichtbar ist, gibt es drei Wege.

Weg So funktioniert es Passt, wenn …
Alternative oder Web-Version ein vergleichbares Linux-Programm oder die Browser-Fassung es eine gleichwertige Lösung gibt
Kompatibilitätsschicht Werkzeuge wie Wine führen manche Windows-Programme direkt aus das Programm nachweislich damit läuft, aber nicht die erste Wahl
Virtuelle Maschine ein Windows läuft abgeschottet in einem Fenster ein einzelnes Branchenprogramm zwingend Windows braucht

Auch Windows in einer virtuellen Maschine braucht eine passende Lizenz, Sicherheitsupdates und ausreichend Arbeitsspeicher sowie Rechenleistung. Wir prüfen außerdem, ob der Softwarehersteller den Betrieb in einer VM unterstützt und benötigte Geräte funktionieren. Eine virtuelle Maschine löst das Supportende von Windows 10 nicht von selbst.

Sie möchten wissen, ob Ihre Programme unter Linux laufen? Nennen Sie uns die unverzichtbaren Anwendungen.

Umstieg prüfen lassen

Buchhaltung, Steuer und Videokonferenzen unter Linux

Viele Programme, die im Büro täglich gebraucht werden, laufen heute im Browser und damit auch unter Linux. Einige Desktop-Programme gibt es dagegen nur für Windows.

Anwendung Unter Linux
ELSTER (Steuererklärung, Umsatzsteuer-Voranmeldung) im Browser über Mein ELSTER
DATEV Web-Anwendungen im Browser, die klassischen Desktop-Programme nur unter Windows
Lexware Office im Browser, da cloudbasiert
Microsoft Teams im Browser oder als Web-App
Zoom mit eigenem Linux-Programm

Welche Programme Sie konkret nutzen und wie sie unter Linux laufen, prüfen wir in der Bestandsaufnahme mit Ihren Zugängen.

Drucker und Scanner unter Linux

Viele Drucker und Scanner funktionieren ohne zusätzliche Treiber, weil die Unterstützung bereits im System enthalten ist. Bei manchen Modellen stellt der Hersteller eigene Treiber bereit, bei wenigen gibt es keine Unterstützung. Wir testen Ihre Geräte deshalb vor der Umstellung und richten Scan-Ordner auf Wunsch so ein, dass ein Skript neue Scans automatisch sortiert.

Windows und Linux parallel: Dual-Boot oder kompletter Umstieg?

Bei Dual-Boot sind beide Systeme auf einem Rechner installiert, beim Start wird gewählt. Das eignet sich für den Übergang, ist im Büroalltag auf Dauer aber umständlich.

  • Dual-Boot: sinnvoll zum Ausprobieren oder für eine Übergangszeit.
  • Virtuelle Maschine: besser, wenn nur ein einzelnes Windows-Programm gebraucht wird. Das neue System bleibt das Hauptsystem.
  • Kompletter Umstieg: am einfachsten zu pflegen, wenn alle Programme direkt oder im Browser laufen.
  • Gemischtes Büro: einzelne Arbeitsplätze bleiben bei Windows, die übrigen wechseln.

Ältere Rechner mit Linux weiter nutzen: alte Hardware, frisches System

Viele Büro-Rechner sind technisch noch in Ordnung, erfüllen aber die Anforderungen von Windows 11 nicht. Mit Linux bekommen sie ein aktuelles, gepflegtes System mit regelmäßigen Sicherheitsupdates und können weiterlaufen, statt ersetzt zu werden.

Skripte für Linux-Arbeitsplätze: Routinearbeit automatisieren

Viele Aufgaben im Büro wiederholen sich täglich. Ein Skript erledigt sie mit einem Klick oder ganz automatisch nach Zeitplan.

Bilder komprimieren

KI-Bilder oder Fotos in Serie auf das richtige Format zuschneiden und verkleinern, etwa für Beitragsbilder im 16:9-Format.

Dateien sortieren

Downloads, Rechnungen oder Scans automatisch umbenennen und in die richtigen Ordner verschieben.

Sicherungen anstoßen

Verschlüsselte Backups nach Zeitplan, mit Meldung, wenn etwas nicht geklappt hat.

PDF-Verarbeitung

Dokumente zusammenführen, aufteilen, verkleinern oder in durchsuchbaren Text umwandeln.

Berichte und Listen

Daten aus Dateien auslesen und als Übersicht zusammenstellen.

Anbindung an KI

Texte oder Dokumente automatisch an ein lokales KI-Modell übergeben und das Ergebnis ablegen.

Bash-Skripte einfach erklärt: ein Beispiel

Kurz gesagt: Ein Bash-Skript ist eine Textdatei mit Befehlen, die Linux nacheinander ausführt. Dieses vereinfachte Beispiel benötigt ImageMagick und verarbeitet JPG-Dateien mit der Endung .jpg im Ordner „neu“. Es begrenzt ihre Breite auf höchstens 1200 Pixel und speichert die Ergebnisse als WebP im Ordner „fertig“. Kleinere Bilder werden nicht vergrößert:

#!/bin/bash # Alle JPG-Bilder im Ordner "neu" verkleinern und als WebP speichern mkdir -p fertig for bild in neu/*.jpg; do name=$(basename "$bild" .jpg) convert "$bild" -resize '1200x>' "fertig/$name.webp" done

Das Beispiel verwendet ImageMagick 6. Bei ImageMagick 7 lautet der entsprechende Befehl „magick“ statt „convert“.

Statt hundert Bilder einzeln zu bearbeiten, erledigt das Skript alles in einem Durchgang. Unsere Skripte sind kommentiert, damit Sie Ordnernamen oder Größen selbst anpassen können.

Aufgaben automatisch nach Zeitplan: Cronjobs und Timer

Skripte können unter Linux zu festen Zeiten von selbst starten, etwa jede Nacht um zwei Uhr. Dafür gibt es Cronjobs oder systemd-Timer.

  • Nächtliche Sicherung: Dokumente werden verschlüsselt auf ein externes Ziel kopiert.
  • Morgens aufräumen: neue Scans werden umbenannt und in Kundenordner verschoben.
  • Wöchentlicher Bericht: eine Übersicht landet automatisch als Datei oder Nachricht bei Ihnen.
  • Meldung bei Fehlern: Wenn etwas nicht klappt, erhalten Sie eine Nachricht, etwa per E-Mail oder Telegram.

Individuelle Linux-Skripte erstellen lassen: was wir dafür brauchen

Beschreiben Sie den bisherigen Ablauf und stellen Sie geeignete Beispieldateien bereit: Welche Dateien kommen an, welche Schritte erledigen Sie bisher von Hand und wie soll das Ergebnis aussehen? Wir klären außerdem, ob das Skript per Klick oder nach Zeitplan starten soll und welche Zugriffsrechte es benötigt.

Im Angebot stehen Eingaben, gewünschte Ergebnisse und der vereinbarte Umfang. Zur Abnahme prüfen wir typische Dateien und vereinbarte Fehlerfälle. Sie erhalten das Skript mit Kommentaren und einer Anleitung zu Voraussetzungen, Start und zulässigen Anpassungen.

Aus der Praxis: ein alter Rechner als reiner E-Mail-Arbeitsplatz

Wir nutzen selbst einen älteren Rechner, der sonst entsorgt worden wäre, als eigenen Linux-Arbeitsplatz nur für E-Mails. Darauf läuft eine Standard-Linux-Distribution, Distributionen wie Linux Mint oder Ubuntu eignen sich für diese Aufgabe genauso. Als E-Mail-Programm nutzen wir Mozilla Thunderbird, das viele Konten gleichzeitig verwaltet: Mehr als zehn Konten sind dort kein Problem. Dazu kommen weitere Konten über Webmail im Browser, insgesamt mehr als 20 E-Mail-Konten im Alltag. Der aktuelle Arbeitsrechner bleibt davon unberührt.

Gerade für E-Mail ist das ein Sicherheitsgewinn: Schädliche Anhänge und verbreitete Schadsoftware zielen meist auf Windows. Ein getrennter Linux-Rechner nur für E-Mails verringert deshalb das Risiko, dass ein verseuchter Anhang den Hauptrechner trifft. Wichtig bleiben trotzdem Updates, Vorsicht bei Links und eine Sicherung der Postfächer.

Rund wird die Sache mit einem E-Mail-Alias-System: Jeder Kontakt erhält eine eigene Adresse. Taucht Spam oder Phishing an einer dieser Adressen auf, sehen Sie, welcher Alias betroffen ist und welchem Kontakt oder Dienst Sie ihn zugeordnet haben. Das kann helfen, die Ursache einzugrenzen. Den betroffenen Alias können Sie gezielt abschalten.

Genau so empfehlen wir auch den Einstieg: Ein ausgemusterter Rechner bekommt eine klar abgegrenzte Aufgabe, etwa E-Mail, Recherche oder Scans. So zeigt sich im Alltag, wie gut Linux für Ihr Büro passt, ohne dass ein Arbeitsplatz auf dem Spiel steht.

Beispiel: Büro mit vier älteren Rechnern

Ein frei gewähltes, vereinfachtes Beispiel:

Bereich Ausgangslage Nach der Umstellung
Betriebssystem Windows 10, Rechner für Windows 11 zu alt Linux Mint mit automatischen Sicherheitsupdates
Office ältere Office-Version LibreOffice, Vorlagen vorab geprüft
Branchenprogramm läuft nur unter Windows Windows in einer virtuellen Maschine auf einem Rechner
Routine Scans werden täglich von Hand sortiert Skript sortiert Scans automatisch in Kundenordner
Sicherung unregelmäßig auf USB-Festplatte nächtliche verschlüsselte Sicherung mit Fehlermeldung

Das Beispiel zeigt nur das Prinzip. Welche Lösung passt, ergibt die Bestandsaufnahme.

Linux-Arbeitsplätze: Grenzen ehrlich erklärt

Linux ist nicht für jeden Arbeitsplatz sofort die richtige Wahl. Bevor wir umstellen, prüfen wir:

  • Spezialsoftware: Viele typische Büroaufgaben lassen sich unter Linux oder im Browser erledigen. Ob Ihre bisherige Software ersetzt oder weiter genutzt werden kann, prüfen wir anhand der benötigten Funktionen, Dateiformate und Schnittstellen. Ein Branchenprogramm mit Wine unter Linux zum Laufen zu bringen, empfehlen wir nicht als ersten Weg. Wenn es zuverlässig funktioniert, gut. Sonst bleibt dieser eine Arbeitsplatz bei Windows oder das Programm läuft in einer virtuellen Maschine.
  • Videobearbeitung: Professioneller Videoschnitt läuft häufig auf dem Mac. Wir prüfen hier besonders Programme, Plug-ins, Codecs und Hardwarefunktionen. Funktioniert der bestehende Workflow zuverlässig und ist unter Linux nicht gleichwertig abbildbar, bleibt dieser Arbeitsplatz beim bisherigen System. Das stellen wir nicht mit Gewalt um.
  • Gewohnheit: Die Bedienung ist etwas anders. Eine kurze Einweisung hilft meist schnell über die ersten Tage.
  • Hardware: Sehr neue oder seltene Geräte werden manchmal erst später unterstützt. Das testen wir vorab.

Wo ein kompletter Umstieg nicht passt, kann ein gemischter Betrieb sinnvoll sein: Linux für die meisten Aufgaben, Windows nur noch für das eine Programm, das es braucht.

Von Windows auf Linux umstellen lassen: so gehen wir vor

01

Bestandsaufnahme

Welche Programme, Geräte und Abläufe gibt es heute?

02

Test vom USB-Stick

Ein Linux-System auf Ihrer Hardware testen, bevor etwas verändert wird.

03

Schriftliches Angebot

Umfang, Rechner, Programme, Skripte und Zeitplan.

04

Einrichtung

Nach der vereinbarten Datensicherung richten wir Linux, Verschlüsselung und Programme ein und übernehmen Ihre Daten. Die Umstellung erfolgt im abgestimmten Zeitfenster.

05

Skripte und Abnahme

Automatisierung Ihrer wiederkehrenden Aufgaben, gemeinsame Prüfung.

06

Einweisung

Bedienung, Updates und wie Sie Skripte selbst starten. Laufende Betreuung auf Wunsch.

Linux-Support und Wartung nach der Umstellung

Nach der Übergabe legen wir fest, wer Updates, Sicherungen und Störungen betreut. Auf Wunsch vereinbaren wir laufenden Linux-Support für die eingerichteten Arbeitsplätze und Skripte. Umfang, Erreichbarkeit und Kosten werden vorher festgelegt.

Bei Änderungen an Programmen, Dateiformaten oder angeschlossenen Geräten prüfen wir, ob bestehende Automatisierungen angepasst werden müssen. Sicherheitsupdates ersetzen diese Prüfung nicht. Für das Team dokumentieren wir außerdem, an wen es sich bei Problemen wenden kann.

Was Sie bekommen, wenn Sie auf Linux umstellen lassen

  • Eingerichtete Linux-Arbeitsplätze: verschlüsselt, mit automatischen Updates.
  • Übernommene Daten: Dokumente, Lesezeichen und E-Mails.
  • Geprüfte Programme: Office, PDF und Ihre unverzichtbaren Anwendungen.
  • Skripte: kommentiert, auf Wunsch mit Zeitplan und Fehlermeldung.
  • Dokumentation und Einweisung: für Sie und Ihr Team.

Umfang und Kosten stehen im schriftlichen Angebot.

Was kostet eine Linux-Migration im Unternehmen?

Die Kosten hängen von der Zahl der Arbeitsplätze, den benötigten Programmen, der Datenübernahme und den gewünschten Automatisierungen ab. Für das Linux-Betriebssystem fallen bei den hier genannten Distributionen keine Lizenzkosten an. Aufwand entsteht durch Kompatibilitätsprüfung, Datensicherung, Installation, Einrichtung und Einweisung.

Einmalige Umstellung und laufende Betreuung werden getrennt im Angebot ausgewiesen. Werden weiterhin Windows oder kostenpflichtige Anwendungen benötigt, berücksichtigen wir deren Lizenz- und Betriebskosten. So vergleichen Sie den gesamten Arbeitsplatzbetrieb und nicht nur den Preis des Betriebssystems.

Linux-Arbeitsplätze und Skripte: passende Leistungen

Alle Leistungen dieses Bereichs finden Sie unter IT & Sicherheit.

Windows auf Linux umstellen: häufige Fragen

Läuft Linux auf meinem alten Windows-Rechner?

In den meisten Fällen ja, oft flüssiger als Windows. Wir testen das vorab mit einem USB-Stick, ohne Ihr System zu verändern.

Welches Linux eignet sich für Windows-Umsteiger?

Häufig Linux Mint, weil die Bedienung Windows ähnelt, oder Ubuntu wegen der breiten Unterstützung. Die Wahl hängt von Hardware und Einsatz ab.

Was bedeutet Linux-Migration?

Die geplante Umstellung von Arbeitsplätzen oder Servern von Windows auf Linux, inklusive Programme, Daten und Abläufe. Sie kann schrittweise erfolgen, zum Beispiel zuerst an einzelnen Arbeitsplätzen.

Ist Linux für Unternehmen sicher?

Linux gilt als sicheres Betriebssystem, weil Rechte klar getrennt sind und Sicherheitsupdates schnell erscheinen. Sicher bleibt es aber nur mit regelmäßigen Updates, Verschlüsselung, starken Passwörtern und Sicherungen.

Kann ich Windows und Linux parallel nutzen?

Ja, per Dual-Boot auf einem Rechner oder mit Windows in einer virtuellen Maschine. Für den Büroalltag ist die virtuelle Maschine meist praktischer.

Brauche ich unter Linux einen Virenscanner?

Verbreitete Schadsoftware zielt meist auf Windows. Wichtiger als ein Virenscanner sind unter Linux regelmäßige Updates, klare Rechte und sichere Gewohnheiten. Für Server, die Dateien an Windows-Nutzer weitergeben, kann ein Scanner trotzdem sinnvoll sein.

Kann ich Microsoft Office unter Linux nutzen?

Die Desktop-Version nicht direkt. Es gibt freie Alternativen, die Office-Dateien öffnen und speichern, sowie die Web-Versionen von Microsoft 365 im Browser.

Was ist ein Skript?

Ein kleines Programm, das mehrere Arbeitsschritte automatisch hintereinander ausführt. Statt hundert Bilder einzeln zu bearbeiten, erledigt ein Skript das in einem Durchgang.

Kann ich Skripte später selbst anpassen?

Ja. Wir schreiben sie verständlich und kommentiert. Kleine Anpassungen wie Ordnernamen oder Bildgrößen können Sie selbst ändern.

Was kostet es, auf Linux umzustellen?

Das hängt von der Zahl der Rechner, den Programmen, der Datenübernahme und den gewünschten Skripten ab. Lizenzkosten für das Betriebssystem fallen nicht an. Nach der Bestandsaufnahme erhalten Sie ein schriftliches Angebot.

Linux-Arbeitsplätze und Skripte anfragen

Beschreiben Sie kurz, wie viele Rechner Sie haben, welche Programme unverzichtbar sind und welche Aufgaben Sie automatisieren möchten. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.

Anfrage stellen